Kontakt Anmeldung
StartseiteCraniosacrale TherapieAusbildungAngeboteLeitungPraxisLinks
Craniosacral-Schule Bremen

Craniosacrale Therapie

Cranio kommt vom Wort Cranium, das bedeutet Schädel. Sacral stammt vom Wort Sacrum, das Kreuzbein, ein aus fünf zusammengewachsenen Wirbelkörpern bestehender Knochen, der mit dem Steißbein das untere Ende der Wirbelsäule bildet.
Die Craniosacrale Therapie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie, die von von dem
us-amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt wurde.

Craniosacrale Osteopathie

Osteopathie kommt von den Wörtern osteo, das heißt Knochen, und pathos, das bedeutet Leiden.

Osteopathische Grundsätze sind:

Behinderungen von Nerven und Gefäßen sowie Einschränkungen des Bewegungssystems sind Grundlage für Leiden, Schmerzen und Krankheit.
»... mit fühlenden, sehenden, denkenden Fingern« (Dr. A.T. Still) werden sie gelöst.

Im Einzelnen:
1. Die Betrachtung des Körpers als zusammenhängende Einheit
2. Die innewohnende Tendenz des Körpers, sich selbst zu regulieren
3. Die wechselseitige Beeinflussung von Struktur und Funktion aller Körperanteile
4. Die Bedeutung der Beweglichkeit aller Strukturen für die Gesundheit

Das gesamte Feld der Osteopathie wird in drei Systeme eingeteilt, d.h. ein menschlicher Organismus besteht aus »Drei in Einem«, mit unzähligen Verbindungen und Zusammenhängen miteinander:

Parietales System:

Bewegungssystem, d.h. Knochen, Gelenke, Muskeln, Faszien, Bänder, Sehnen

Viszerales System:
Innere Organe mit ihren Hüllen, Gefäßen und Nerven

Craniosacrales System:
Schädel und Wirbelsäule, Gehirn und Rückenmark, Hirn- und Rückenmarkshäute samt der Cerebrospinalflüssigkeit mit seiner rhythmischen Zirkulation.

William Garner Sutherland, D.O., (1873 – 1954), war ein Schüler Dr. Stills und entwickelte aufgrund seiner jahrzehntelangen Studien die craniosacrale Osteopathie. Er kam durch genaue Analyse und Überlegungen anhand von Formen bestimmter Schädelknochen zu der Ansicht, dass sie von ihrer Struktur her (abgeflacht an den Rändern, schuppenartig angeordnet, wie die Kiemen eines Fisches) der Funktion einer Art Atembewegung dienen könnten. Später beobachtete er feine rhythmische Eigenbewegungen zunächst im Schädelbereich, dann auch in weiteren Körperbereichen. In Selbstversuchen schränkte er die freie Beweglichkeit seiner Schädelknochen ein und beobachtete die Wirkung. Dieses empirische Wissen machte er zusammen mit seinen umfassenden anatomischen und physiologischen Kenntnissen zur Grundlage der Behandlungsmethode.

 

Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine Erweiterung der Craniosacralen Osteopthie zu einer eigenständigen Form manueller Körpertherapie, die von der Körper-Geist-Seele-Einheit des Menschen ausgeht und psychische und spirituelle Qualitäten mit einbezieht.

Sie ist eine feine und sanfte Methode, die auf den Craniosacralen Rhythmen basiert. In seiner langsamsten und feinsten Frequenz ist dieser zarte Körperrhythmus ein Ausdruck universeller Lebenskraft (»Atem des Lebens«, W. G. Sutherland, D.O.), der über die physiologische Bewegung der Hirn- und Rückenmarkshautflüssigkeit vermittelt wird.
Er ähnelt der Gezeitenbewegung bzw. der regelmäßigen Wellenbewegung eines ruhigen Meeres. Diese Bewegungen bzw. Einschränkungen davon können im Körper palpiert,
die Fähigkeit zur Selbstregulation unterstützt und Heilungspotential erinnert werden.
Feine Methoden in Form von haltenden und sanften Impulsen, die sich stets am Körper orientieren, initiieren Lösungsprozesse. So entsteht ein neues Gleichgewicht von Geweben und Flüssigkeiten.
Mittels der Hände, mit Berührung, weichem Focus und weitem Wahrnehmungsfeld geht es um neue Balancen und Ausgleich körperlicher Spannungs- und Hypotoniemuster: um Beweglichkeit von Gelenken und Suturen, Dynamik der Flüssigkeit, Mobilität und Motilität von myofaszialen, neurovegetativen und viszeralen Strukturen sowie lebendige Stille, in denen fundamentale Regenerationsprozesse stattfinden können.

 

Das Wirkungsfeld

Das Wirkungsfeld ist breit gefächert: tiefgehende Entspannung durch Lösung bindegewebiger, muskulärer und viszeraler Restriktionen; Anwendung bei bspw. Migräne, hormonellem Ungleichgewicht, Kopfschmerzen, Rückenleiden, Seh- und Hörstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Verdauungsproblemen etc.; mögliche Bearbeitung von Unfall- und Stressfolgen aller Art sowie physischer und emotionaler Traumata.

 

> weiter zur Ausbildung

 

 

Impressum